Hoch hinaus ohne schweres Gerät



Die Seilklettertechnik ist perfekt für enge und sensible Standorte

Für größtmögliche Sicherheit nutzen wir die Doppelseiltechnik

Diese Technik wird heute oft nur noch Seilklettertechnik genannt, sie wurde aus dem Bergsteigerbereich übernommen und ständig weiterentwickelt und spezialisiert. Die Technik hat einen sehr hohen Sicherheitsstandard und ist für eine baum- und umweltschonende Baumpflege bestens geeignet. Gerade an engen Standorten, wie man sie in Städten wie Lüneburg oft findet, ist diese Technik besonders vorteilhaft.

Der Kletterer „baut“ in der Regel von unten sein Seil ein, d.h. er versucht, mit Hilfe von kleinen Wurfsäcken oder Schussgeräten (Armbrust o.ä.), eine Schnur möglichst hoch über eine entsprechend belastbare Astgabel zu bringen. Hier wird bei empfindlichen Rinden ein Kambiumschoner mit eingebaut. Mit der vorgeworfenen oder geschossenen dünnen Schnur wird das eigentliche Kletterseil nachgezogen. Nun ist der Kletterer in der Lage, mit gelegentlichen Zwischensicherungen den Aufstieg in den Baum unter steter Sicherung anzugehen. Je nach Größe, Stand, Umfeld und Art des Baumes kann dieser Vorgang nur wenige Minuten dauern.

Der Kletterer ist somit ständig gesichert und kann nun über einen entsprechen hohen Fixpunkt jeden Ast des Baumes erreichen. Der Arbeitende ist so gesichert, dass er selbst in die Peripherie der Kronen gelangen kann um dort Schnitte im Feinastbereich vorzunehmen. Mithin bestehen kaum Nachteile gegenüber der Arbeit mit geeigneten Arbeitsbühnen.

Im Gegensatz zu diesen ist der Einsatz der Seilklettertechnik auch in unbefahrbaren Hinterhöfen, engen Gassen, Böschungen, an Uferbereichen an Seen und anderen, für schwere Fahrzeuge unzugänglichen Bereichen möglich.

Während der Arbeiten können große Äste und Stammteile über Seilbahnen an bestimmte Punkte transportiert werden, ohne im unmittelbaren Baumbereich bzw. Kronentrauf Schaden anzurichten. Wer einmal eine solche Seilbahnarbeit gesehen hat, ist hiernach von der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit der Technik überzeugt.

Der Kletterer verlässt nach Ende der Arbeit oder zur Pause den Baum über sein Doppelseil, das zum Schluss aus der Astgabel hoch in der Krone gezogen wird.

Die Sicherheitsausrüstung ist genormt und wird regelmäßig überprüft, sie ist für tonnenschwere Belastungen ausgelegt.  Des weiteren wird die Ausrüstung mit Ende der Herstellergarantie ausgesondert. Das Material hat selbst gegenüber Fallbelastungen eine mehrfache Sicherheit.

Da die Arbeit an Bäumen insbesondere in großen Höhen selbstverständlich Gefahren birgt, sind eine moderne Ausrüstung, gute Ausbildung, fundierte Kenntnisse, praktische Erfahrung und ein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl unabdingbare Voraussetzungen für dieser Tätigkeit!

 

Unsere Kletterspezialisten sind Profis, die aus dem Bereich der Forstwirtschaft kommen und daher ständig mit Bäumen arbeiten und somit auch die biologischen und physikalischen Eigenschaften kennen. Sie sind für die SKT-Stufen „A“, „B“ und „C“ zertifiziert und arbeiten auf höchstem Niveau!

Seilklettertechnik © Olaf Ebersbach
Perfekte Ausrüstung und Qualität der Materialien sind Grundvoraussetzung für einen sicheren Aufstieg.
Aufstieg mit Seilklettertechnik
Jeder Handgriff muss sitzen. Fehler sind unverzeihlich.
Sicherung im Baum
Während der Arbeit im Baum muss die Person immer gesichert sein.